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NEUIGKEITEN - DETAIL

Neues Buch über Bonifaz von Haneberg erschienen

04.04.2019

Über den zweiten Abt von Sankt Bonifaz, Bonifaz von Haneberg (1816–1876), ist ein neues Buch erschienen: "Bonifaz von Haneberg. Gelehrter – Abt – Bischof". Die Publikation von Prof. Dr. Franz Xaver Bischof versammelt die Vorträge, die im Rahmen der Sommerakademie 2016 aus Anlass des 200. Geburtstages von Abt Bonifaz gehalten worden sind. Es ist im Herder-Verlag erschienen und kostet 28 €.

Der Autor Franz Xaver Bischof, geboren 1955, ist Professor für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte an der Universität München.

Zusammen mit Prof. em. Dr. Michael Körner verantwortet er die „Sommerakademie Sankt Bonifaz“ des Vereins der Freunde der Abtei Sankt Bonifaz e.V.. Sie beschäftigt sich seit 2011 jährlich von Ende Juni bis Ende Juli mit Themen rund um Bayern, Kirche, Staat und klösterliches Leben.

Der Verlag Herder schreibt in seiner Buch-Ankündigung: „Bonifaz von Haneberg (1816–1876) galt schon zu Lebzeiten als Personifizierung des gelehrten, polyglotten Benediktiners. Mit diesem Buch wird erstmals die Breite der Lebensarbeit Hanebergs mit wissenschaftlichem Anspruch und in allgemeinverständlicher Sprache in den Blick genommen und im politisch-kulturellen und geistesgeschichtlichen Kontext des 19. Jahrhunderts verortet.

Diese Biografie behandelt die drei Lebensbereiche, in denen Bonifaz von Haneberg als Gelehrter, Abt und Bischof gleichzeitig oder nacheinander tätig war. Es verortet diese herausragende Persönlichkeit zugleich in der Lebenswirklichkeit der Stadt München und des 19. Jahrhunderts. Es zeigt Haneberg als Akteur der Münchner Romantik, als Wissenschaftler und zweiten Gründer der Abtei St. Bonifaz, benennt sein Ringen um geistige Universalität, beleuchtet seine Rolle an der Seite von Döllinger in den kirchenpolitischen und theologischen Herausforderungen der 1860er und 1870er Jahre und zeigt den Bruch dieser Freundschaft. Auch spiegelt es Hanebergs Ringen zwischen den Ansprüchen des monastischen Lebens und der Fülle der Aufgaben, die die Abtei täglich zu bewältigen hatte.

Bonifaz von Haneberg (1816–1876) galt schon zu Lebzeiten als Personifizierung des gelehrten, polyglotten Benediktiners. Seit 1840 Professor für biblisch-orientalische Sprachen und alttestamentliche Exegese an der Universität München, galt Haneberg neben seinem Mentor und Freund Ignaz von Döllinger als die zweite Koryphäe der dortigen Theologischen Fakultät. Ab 1854 zusätzlich in der Verantwortung für die Abtei St. Bonifaz, entwickelte diese sich unter Leitung Hanebergs zu einem bedeutsamen monastischen, seelsorgerlichen und sozialen Zentrum in der bayerischen Metropole – mit Strahlkraft weit über München und Andechs hinaus. Vor dem Hintergrund der innerkirchlich wie politisch-gesellschaftlich sturmgepeitschten Zeit nach dem Ersten Vatikanischen Konzil und der Reichsgründung gegen römischen Widerstand 1872 zum Bischof von Speyer ernannt, verstarb Haneberg nach nur vier intensiven Amtsjahren.“