Kunstaustellung in der Basilika: Erinnern - Erkennen - Entdecken
TEIL I ERINNERN Die Ausstellung ankert in der Geschichte Münchens mit
seinen JüdInnen zwischen duldendem Pragmatismus und grausamen
Antisemitismus, der auch heute in Deutschland trotz Gedenkens wieder
Realität ist. Die abstrakten Bilder der Künstlerin aus Naturpigmenten wie
Lapislazuli und Blattgold greifen historische Malmaterialien auf wie z.B.
die der kostbaren mittelalterlichen Pergamenthandschriften. So knüpfen
die Bilder an die jüdische Historie Münchens seit dem Mittelalter an. Die
Arbeiten der Ausstellung erinnern das Grauen der Vernichtung jüdischen
Lebens in der Vergangenheit: Erinnerung muss lebendig bleiben. Doch
die Bilder beziehen sich im TEIL II ERKENNEN auch auf die Gegenwart,
denn JüdInnen leben unter uns, hier, heute. Die Bilder erkennen die
Möglichkeit der Umkehr: sichtbar in den Entscheidungen der „Gerechten
unter den Völkern“ in der NS-Zeit. TEIL III ENTDECKEN zeigt, dass wir
heute in unserer Gesellschaft das Privileg haben, mit JüdInnen
zusammen zu leben. Heute haben wir die Chance, eine andere
gemeinsame Zukunft zu gestalten. So eröffnet die Ausstellung Quellen
lebendigen Verstehens und individuellen Reflektierens für die
Betrachtenden, Räume neuer Visionen der gemeinsamen Zukunft mit
unseren jüdischen MitbürgerInnen.
Claudia Leonor Wührl
MALEREI-SKULPTUR-DIGITAL-ART-KUNSTTHERAPIE
Atelier:Kloster Oberzell/97299/Zell//Fon:0151–41230802
www.claudiawuehrl.com info@claudiawuehrl.com / instagram: wolkenlicht_kunst



Benediktsregel
Laß dich nicht sofort von Angst verwirren und fliehe nicht vom Weg des Heils. (Benediktsregel, Prolog 48)